Warum LEGO Star Wars Killer schafft!

In letzter Zeit gab es häufig Schlagzeilen über die Rubrik der so genannten Killerspiele. Gerade im Zusammenhang mit unmenschlichen und furchtbaren Verbrechen erfährt man oft von der Verbindung zu Spielen, in denen man humanoide “Gegner” einfach tötet, statt über eine sinnvolle Lösung zu diskutieren.

 

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Ich glaube, dass in dieser Richtung bereits große Aufklärungsarbeit geleistet wurde und Dank den vielen Eltern, die ihren Kindern Spiele ab 12 nicht mehr kaufen, bevor sie 18 sind. Doch noch immer lauert eine gewaltige Gefahr unter uns – verkleidet als kindgerechte Spiele mit verniedlichter Grafik. Dennoch müssen wir uns wappnen – und uns gegen diese völlig vernachlässigten Killerspiele wehren.
Hier erkläre ich die Gefahr an dem Spiel “LEGO Star Wars“, welches in den USA bereits für Dreijährige freigegeben ist. Das Spiel richtet sich also an eine Zielgruppe, die kaum jünger und kaum anfälliger für derart moralfreie Beeinflussung sein könnte. Es siedelt sich in einer anderen Welt an, derselben, aus der die bekannten Star Wars – Filme kommen. Sie ist fiktiv, nimmt den Kindern also sogleich jeglichen Bezug zur Realität und lässt uns glauben, das Spiel sei vom echten Leben völlig getrennt. In dieser so genannten “Fantasy”-Welt existieren Monster und andere Rassen, sowie eine unerklärte Art von Magie, die “die Macht” genannt wird. Der Umgang mit ihr wird von einer Gruppe namens Jedi als eine Art Religion praktiziert. Unseren Kindern wird also suggeriert, es existierte eine andere Religion und auch andere, womöglich minderwertige Rassen. Diese ethisch völlig unkorrekten und verrückten Vorstellungen sind für uns Erwachsene völlig klar, aber was ist mit den Kindern? Sie sind gerade in diesem Alter sehr anfällig für derartige Hirngespinste und schenken diesen Fantasie-Elementen nur zu gern Glauben. Dies ist jedoch erst der Anfang.

 

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Im Spiel verkörpern die Spieler dann LEGO-Männchen der Film-Charaktere und spielen die Filme nach. Dabei geht es jedoch nicht um die Geschichte, sondern rein um materiellen Wert: Überall in der Spielwelt sind Objekte verteilt, die sich mit den futuristischen Waffen zerstören lassen. Diesem Aufruf zum Vandalismus jedoch nicht genug – bei der Vernichtung fällt Geld zu Boden. Dieses Geld muss der Spieler dann schnell aufsammeln, bevor es verschwindet. Manchmal ist es sogar nötig, erst etwas im Spiel zu bauen um es dann zu zerstören, damit man das Geld bekommt. Demnach ist es für den Spieler sehr sinnvoll, mit Pistolen wahllos um sich zu schießen, um an das meiste Geld zu kommen. Im äußerst lernfähigen Alter unserer Kinder allerdings zeigt es, dass Zerstörung und Randale eine Möglichkeit ist, Geld zu verdienen! Wo soll so eine furchtbare Idee hinführen? Doch es kommt noch schlimmer: Im Verlaufe des Spiels ist es möglich, Extras mit dem Spielgeld zu kaufen: Eines davon ist, dass die Spielgegner ebenfalls Geld fallen lassen, wenn sie auf äußerst brutale Weise zerstückelt oder erschossen werden (die Einzelteile fliegen in alle Richtungen! Eine furchtbare Darstellung grauenhafter Dinge!) . Was lernen unsere Kinder davon? Das Töten eine alltägliche und völlig folgenlose, ja sogar belohnende Tätigkeit ist! Ich mache mir große Sorgen um die Zukunft, wenn diese vermeintlich harmlosen Spiele unseren Kindern überlassen werden.
Es gibt jedoch noch weitere, unerhörte Elemente dieses Spiels: Mit dem auf derart boshafte Weise erwirtschafteten Geld kann man in dem Zwischenlevel, einer nahöstlich anmutenden Kneipe – in der vermutlich Alkohol ausgeschenkt wird! – weitere Charaktere kaufen. Mit diesen kann man dann weitere Orte zugänglich machen. Das Spiel zeigt unseren Kindern also nicht nur, dass andere Religionen existieren und kaltblütiger Mord mit Geld belohnt wird, sondern auch, dass Sklaven- und Menschenhandel eine legitime Methode ist, um sogar noch mehr Geld zu erhalten! Je nach Fähigkeiten des Charakters kostet dieser mehr oder weniger – also ist auch ein Wertsystem eingebaut. Demnach lernen die Kinder, dass Menschen mit besonderen Fähigkeiten mehr Wert sind! Dies verträgt sich hervorragend mit vorher genanntem Punkt des kaltblütigen Mordes: Die meisten Charaktere, die im Spiel Gegner (und keine sogenannten End-Gegner, die das Ende eines Levels darstellen) sind äußerst billig – also wertlos, weshalb man sie offensichtlich einfach aus Gier töten kann.

 

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Endgegner, die Bösen im Spiel, sind dagegen oft äußerst lohnend und begehrenswert. Hier wird suggeriert, dass böse Charaktere mehr Wert sind! Diese völlig verquere Ansicht der Dinge können wir unseren Kindern nicht zumuten. Auch sind diese bösen Charaktere häufig (deutlich häufiger als andere) nötig, um an spezielle Orte zu kommen. Handelt es sich bei dem Bösen um einen sogenannten Dunklen Jedi, also eine Art Schwarzmagier oder Hexer, ist dessen Gebrauch der Macht sogar deutlich stärker und der Macht eines guten Charakters überlegen!
Dieses Spiel, das sich so unschuldig in das Gewand der bekannten, harmlosen LEGO-Baukästen kleidet, ist vielen Eltern vermutlich zuvor nicht aufgefallen. Auch bei mir hat es sehr lange gedauert, bis ich durch den geschickt platzierten Schleier offensichtlicher Killerspiele hindurch blicken konnte auf eine Kulisse des Bösen, dass von einer durch und durch verruchten Spiele-Industrie vermarktet wird. Ich rufe daher jeden guten und geistesgesunden Menschen dazu auf, an diesem beispiellosen Spiel ein Exempel zu statuieren. Wie können wir ernsthaft gegen das Böse der Welt kämpfen, wenn in unseren Wohn- und Kinderzimmern Spiele existieren, die den Spieler zum Töten und Zerstören für Geld, Sklavenhandel und der Verkörperung des Bösen anregen – noch dazu in einer Welt, die gar nicht existiert und nur ein Hirngespinst ist?

/sarcasm off
MfG, Caroline

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3 Antworten zu Warum LEGO Star Wars Killer schafft!

  1. samorin schreibt:

    15. Juni 2013 um 10:02

    Das ist einfach genial!!

  2. thaale schreibt:

    15. Juni 2013 um 10:33

    Passend dazu gibt es ab heute im Play Store Lego Star Wars :D

  3. NoEpicLoot schreibt:

    15. Juni 2013 um 16:38

    Sehr sehr schöner Beitrag… kann dem Verfasser in allen punkten recht geben… Dieses spiel gehört verboten!!!

    und jetzt hoffen wir einfach mal das kein Politiker diese News lesen tut… sonst passiert das noch wirklich =)

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